Die Leader der Hardwareindustrie

Die Leader der Hardwareindustrie

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Foto: pixabay.com

Wer sind die „wahren Größen“ der Tech-Industrie und wie schafften sie den Weg an die Spitze? Dieser Frage gehen wir auf den Grund und zeigen, dass durchaus auch Underdogs viel Macht und Vermögen im schnelllebigen Treiben der Hardwareindustrie besitzen.

Seit wann gibt es eigentlich…

…Apple, HP, IBM und Co.? Nun, bezüglich dieser Frage gehen die Antworten weit auseinander. Während Hersteller wie IBM (1911) und HP (1939) zu den absoluten Urgesteinen der Branche zählen, wurde sie innerhalb der letzten 30 Jahre auch von Newcomern wie beispielsweise Dell (1984) und Cisco (1984) ordentlich aufgemischt. Es scheint, als wären reine Erfahrung und Etablierung am Markt keine Garanten für einen nachhaltigen Erfolg. Dennoch zeigt sich, dass die Alteingesessenen wissen, worauf es ankommt und trotz der modernen Konkurrenz nicht ins Wanken geraten. Weiterführend lässt sich dies am ehesten durch Hard-Facts wie Umsatz- und Profitzahlen beschreiben.

Der finanzielle Erfolg der Großkonzerne im Vergleich

Ein Unternehmen, dessen Wachstum in der Geschichte der Aufzeichnungen bis dato unübertroffen bleibt, ist Apple. Allein innerhalb der Jahre 2004 bis 2015 konnte der Newcomer seine Umsätze um unglaubliche 2.700 Prozentpunkte steigern – derzeit sind es rund 234 Mrd. USD (Stand: 2014) womit Apple der werthöchste Konzern aller Zeiten ist. Nach aktuellem Stand befindet sich IBM auf Platz zwei mit rund 92,8 Mrd. USD Umsatz pro Jahr. Das nachfolgende Feld ist sehr dicht beieinander: HP, Dell, Cisco und Intel erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 50 Mrd. USD.

Wirklich interessant fällt die Betrachtung der Gewinne im Verhältnis zum jeweiligen Umsatz aus. So setzen sich Microsoft, IBM und HP von der Menge ab, indem sie weitaus höhere Reingewinne erzielen. Abhängig sind diese Profite neben nackten Verkaufszahlen vor allem von der jeweiligen Unternehmensstrategie sowie weiteren Einflussfaktoren wie Marketing- und After-Sales-Kosten.

Wer hat am Ende die Nase vorn?

Letztlich muss diese Frage jeder Hersteller und jeder Verbraucher für sich selbst beantworten. Sind es die Umsätze, die Gewinne, die Aktienwerte oder die über viele Jahrzehnte konstante Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, welche es zum Branchen-Leader machen? Vermutlich ist es eine Mischung von all diesen Attributen, denn am Ende des Tages zählen neben diesen Eigenschaften vor allem die Kundenzufriedenheit sowie das Innovationspotential eines Hardwareherstellers. „Der größte Anreiz ist der, die Zukunft mitzugestalten.“ – so sagte es einst der IBM-Gründer Charles Ranlett Flint und bietet damit die wohl diplomatischste Beantwortung der Ausgangsfrage.