WLAN Optimierung: So holen Sie alles aus Ihrem Internetanschluss

WLAN Optimierung: So holen Sie alles aus Ihrem Internetanschluss

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Foto: pixabay.com

In diesem Artikel erfahren Sie, wo die Ursachen für schlechte Internetverbindungen liegen und mit welchen einfachen Tipps und Tricks Sie das Maximum an Geschwindigkeit, Stabilität und Sicherheit aus Ihrem kabellosen Netzwerk herausholen können.

Ruckelnde Videostreams, Verbindungsabbrüche und Co.

Häufige Ursachen für derart unangenehme Unterbrechungen des Internetvergnügens sind hardwarebezogene Störfaktoren. Die gängigsten hierbei sind Überschreitungen der Reichweite des WLAN-Routers, zu viele WLAN-Netze in der Umgebung sowie schwache Antennen in den Sende- und Empfangsgeräten.

Die kabellose Datenübertragung erfolgt auf unterschiedlichen Frequenzen, in der Regel liegen diese bei 2,4 GHz und 5 GHz. Die meisten herkömmlichen Router funken auf der 2,4 GHz-Frequenz – sind nun in Ihrer Nachbarschaft viele Heimnetzwerke vorhanden, stören sich die einzelnen Netze untereinander. Dagegen können Sie wie folgt vorgehen: Prüfen Sie, ob Ihre Geräte den 5 GHz-Standard unterstützen, denn dieser ist deutlich weniger vertreten und unterliegt dementsprechend weniger den Störungen durch Fremdnetze.

Liegen WLAN-Router und Empfangsgerät örtlich weit voneinander entfern, stoßen Sende- und Empfangsleistung an ihre Grenzen. Hier ist es ratsam, sofern möglich, die Antennen Ihres Routers gegen höherwertige auszutauschen (achten Sie hierbei auf eine möglichst hohe dB-Anzahl der Antennen). Sollte dies nicht möglich sein, da eventuell die Antennen fest mit dem Gerät verbaut sind, empfiehlt es sich, sogenannte WLAN-Repeater einzusetzen. Sie sorgen für eine Erweiterung Ihres Funknetzes und werden üblicherweise einfach in eine freie Steckdose eingesteckt. Besonders nützlich sind Repeater in Haushalten mit mehreren Etagen und massiven Stahlbetondecken, da diese einen Großteil der WLAN-Strahlung zurückhalten.

Zusätzliche Tipps für Sicherheit und Stabilität

Viele Router bringen die Option mit, Funkkanäle automatisch auszuwählen. Dies ist besonders hilfreich, wenn es viele Netzwerke in Ihrer Umgebung gibt, da immer automatisch der am wenigsten ausgelastete Kanal verwendet wird.

Schützen Sie ihr Netz unbedingt mit einer WPA-Verschlüsselung, denn ungebetene Gäste bedrohen die Sicherheit aller im Heimnetz befindlichen Geräte und verlangsamen es obendrein. Ändern Sie des Weiteren den Namen des WLAN-Netzes (SSID), denn oftmals ist der standardmäßige Name gleich dem Produktnamen des zugehörigen Routers. Befinden sich nun mehrere gleiche Modelle in unmittelbarer Nähe, kann dies ein gezieltes Einwählen in das korrekte Netz erschweren. Sollte die WLAN-Karte ihres Notebooks oder Computers keine ordentliche Empfangsleistung bieten, gibt es ein breites Angebot an höherwertigen Netzwerkkarten im Fachhandel.

Gratis-Tools als praktische Helfer

Das Internet bietet einige interessante kostenfreie Tools, die Ihnen wertvolle Unterstützung bieten können. So hilft das kleine Programm Ekahau HeatMapper dabei, den optimalen Router-Standort ausfindig zu machen.

Gut geeignet für die Störquellensuche ist inSSIDer. Mit inSSIDer finden Sie heraus, inwieweit sich ihr Funknetz mit benachbarten Netzen überschneidet. Bezüglich der Netzwerksicherheit lohnt es sich, einen Blick auf VPN-Provider wie Hotspot Shield oder ZenMate zu werfen. Zwar nimmt Ihnen ein VPN-Dienst ein kleines Stück der Verbindungsgeschwindigkeit, sorgen aber im Gegenzug für eine sichere Verbindung.

 

 

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